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    Unsere St. Peter und Paul Kirche

Ein Tipp:
Wenn Sie die kleinen Bilder anklicken, erhalten Sie die Aufnahmen im Großformat.

 

 

 

 

 

Die Fotos auf der rechten Seite sowie die dazugehörigen Detailbilder wurden uns freundlicher-weise zur Verfügung gestellt von Frank A. Nemitz, Sehestedt.

 

 

Unsere St. Peter und Paul Kirche ist das Gotteshaus für die Gemeinden Haby, Holtsee und Sehestedt. Direkt am Nord-Ostsee-Kanal gelegen, ist es ein ganz besonderer Ort der Ruhe, Kraft und Besinnung.

Wer diese Kirche betritt, spürt sofort die anheimelnde und wärmende Atmosphäre des Raumes. Dabei hat diese Kirche eine wechselvolle Geschichte, wie im folgenden beschrieben:

Die Gründungszeit der Kirche ist nicht genau bekannt. Urkundlich wird sie im Jahre 1318 erstmals beschrieben, ist aber vermutlich älter. Es war zunächst ein einfacher, schlichter Feldsteinbau im romanischen Stil.

Nach der Schlacht bei Sehestedt im Dezember 1813 waren schwedische Soldaten in der Kirche einquartiert, die das Gestühl wegbrachen und verfeuerten.
1815 wurde ein neues Gestühl angeschafft, 1829 wurde die Kirche nach Osten hin erweitert.
Gleichzeitig sind Emporegestühl, Altar, Orgel und Kanzel eingebaut worden.

Der Turm der Kirche ist 18 Meter hoch. Seine Wände sind außen bretterverschalt und haben einen Feldsteinsockel. Das achtteilige, spitze Dach besteht aus Eichenschindeln. Auf dem Dach findet sich - weithin sichtbar - der Wetterhahn. Die Spitze brach durch Stürme bereits zweimal ab. Im Jahr 1983 wurde sie völlig erneuert.

Die Arbeiten dazu führten Schmiedemeister Wilfried Kruse und Stellmachermeister Heinrich Sell durch. Mit Blattgold versehen wurde der Hahn von Malermeister Gehrke.
Im Turm hängen 2 Glocken. Die ältere stammt aus dem Jahre 1600. Sie war einstmal gesprungen und wurde in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts in Nürtingen repariert.
Die ehemals zweite Glocke aus dem Jahre 1651 musste im 1. Weltkrieg abgegeben werden und wurde als Kriegsmaterial eingeschmolzen. 1947 ersetzte man sie durch eine Glocke aus einem Glockensammellager in Hamburg.
Zu Beginn und am Schluss jeder kirchlichen Handlung erklingt das volle Geläut.
Die Betglocke (das ist die zweite Glocke) wird beim Vaterunser während des Gottesdienstes angeschlagen. Ist ein Sterbefall eingetreten, wird nur die zweite Glocke (als Totenglocke) geläutet.

Im Inneren der Kirche sind folgende Dinge zu finden:

Die im Osten quer durch das Kirchenschiff gezögene hölzerne Altarwand fasst in der Mitte das Gemäle „Christus als Heiland“, von Louise Seidler, Portrait- und Historienmalerin zu Jena (Geb. 1786, gest. 1866). Beschrieben wird das Bild in dieser Weise:

Christus der Erbarmer in Wolken auf dem Regenbogen stehend,
von einer Glorie und Engelköpfchen umgeben, breitet die Arme
aus zum Empfang der Mühseligen und Beladenen.

Gestiftet wurde das Bild von Frau von Ahlefeldt, geb. von Seebach aus Weimar, Gemahlin des damaligen Besitzers von Sehestedt. Vielleicht liegt es ja auch an diesem Bild, dass man sich in dieser Kirche einfach willkommen und geborgen fühlt.

 

An der Südwand der Kirche findet sich ein Kreuzigungsbild von 1760. Es ist gestiftet von Herrn von Gyldenfeldt aus Hohenlieth und stammt aus der ehemaligen Gutskapelle.

 

 

Am Westgiebel befindet sich die Orgel, die 1961/62 von der Orgelanstalt Kemper u. Sohn aus Lübeck erbaut wurde. Die erste uns bekannte Orgel stammt aus dem Jahre 1761. 1838/40 ist von einer neuen Orgel die Rede. Sie wurde von den Gutsherren Rudolf von Ahlefeldt auf Sehestedt (1813-1848) und Heinrich Schleth (1760-1842) gestiftet, von Ohrt in Gramm erbaut und 1899 von Hansen in Flensburg renoviert.
Aufgrund mangelnder Pflege verfiel sie allmählich, so dass sie Anfang 1961 abgerissen wurde.

An der Nordwand wurde zum Erntedankfest 1999 die Figur „Sämann“ aufgestellt. Gestiftet wurde diese von der seinerzeitigen Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Renate Ahlmann, und ihrer Familie. Sie ist eine Bronzearbeit des Bildhauers Ferdinand Thomsen.

Die Kronleuchter sind aus Gelbguss. Der westlich hängende ist der ältere und das Vorbild für den anderen, der 1914 nachgebildet wurde. Bemerkenswert ist die Bekrönung: ein Pelikan, der auf dem Kopf des sitzenden Zeus hockt. Der Pelikan ist in symbolischen Zusammenhängen ein Urbild der menschlichen Aufopferung, bis hin zum Selbstopfer. So liegt es nahe, dass es im 13. Jahrhundert, dann wieder besonders vom 17.-19. Jahrhundert als Symbol des Todes Christi aufgenommen wurde.
An der großen Kugel des westlichen Leuchters steht in Kursivschrift:

„Diese Crone hat Jürgen Friedrich Stammer der Sehestedter Kirche geschenkt, ist gestorben A. 1757 den 27. Märtz.“

Heute werden in der St. Pater und Paul Kirche Gottesdienste in traditioneller und in moderner Form gefeiert.
Im Sommer gibt es die Reihe der „Sehestedter Sommerkonzerte“, die über die Grenzen der Gemeinde hinaus schon bekannt und beliebt sind.

Die Kirche ist geöffnet von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr für alle, die hier innehalten möchten. In der Winterzeit schließt sie bereits gegen 17.00 Uhr.

 

Diese Seite stammt aus der Feder von Pastorin Getrud Schäfer vom Juli 2000 und liegt als Textauszug in der Kirche aus.

 

Einen Überblick über die Geistlichen, die unserer Kirchengemeinde in den vergangenen Jahrhunderten vorstanden, finden Sie hier.

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 19.02.2018 (ka).

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